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Allgemeines über das Kanufahren:
Paddler fahren vorwärts. Sie halten das Paddel (Stechpaddel oder Doppelpaddel), das keine Verbindung zum Boot hat, in den Händen. Im Bild sieht man einen Kajakfahrer mit dem typischen Doppelpaddel. Beim Paddler kommt die Kraft aus Armen, Schultern und durch Drehungen des Oberkörpers aus der Hüfte. Im Gegensatz dazu fahren Ruderer (siehe Bild rechts unten) rückwärts und sind auf glattem Wasser relativ schnell. Das im Vergleich zum Paddel sehr lange Ruder ist über so genannte Dollen drehbar am Boot befestigt. Beim Rudern wird die Kraft vor allem in den Beinen und im Rücken entwickelt. Paddler fahren langsamer als Ruderer, sind aber ungleich flexibler, was die Anforderungen an den Wasserlauf betrifft. So können sie selbst in starken Wellen, in windungsreichen Flüssen, über Wehre und kleine Wasserfälle, aber auch in Seen oder im Wattenmeer fahren, notfalls sogar auch mal über Grund rutschen, und wer es kann, richtet sein Boot nach einer Kenterung mit der Eskimorolle wieder auf, ohne auszusteigen. Paddler fahren vorwärts, können aber auch seit- und rückwärts, bis hin zur Akrobatik (siehe unsere Wildwasserbilder). Erstaunlicherweise ist Paddeln energetisch fast ebenso effektiv wie Rudern. Wer Kraft- und Konditionssport liebt, geht sicher eher rudern. Wer Spaß haben will und Natur erleben, wer sich austoben und mit den Elementen auseinandersetzen will, fährt Kajak. Wer das elegante lautlose Dahin gleiten eines Indianerbootes liebt, wer die völlige Harmonie Mensch, Boot und Wasser sucht, fährt Kanadier. Jedenfalls ist der Spaß bei Wanderfahrten in allen Booten groß, und auch das Rudern hat hier seinen Reiz, vor allem, wenn viele in einem Boot sitzen und das Gruppenerlebnis im Vordergrund steht. Kajaks sind Boote, in denen man sitzt und die mit einem Doppelpaddel gefahren werden. Der Kajakfahrer paddelt also abwechselnd rechts und links. In der Regel sind Kajaks Einerboote, es gibt aber auch Zweier, auch mit Steuer und auch als Seekajak für die Küstenregionen. KORREKTUR 1: Was oben über die reine Muskelkraft gesagt wurde, ist Theorie, Paddler lassen sich ebenso oft genüsslich in der Strömung treiben, während ihnen die Sonne auf den Bauch scheint. Das nennen sie "Wanderfahren". Sie müssen also nicht - wie die Ruderer - immer nur Konditionstraining auf dem Wasser machen. Zum Schluss: Alle, Ruderer, Paddler, Segler, Rafter, Surfer usw. lieben gleichermaßen Wasser, Natur und das einmalige Erleben im kleinen lautlosen Boot auf dem großen Wasser. Schon deshalb gibt es keine Konkurrenz zwischen Wassersportlern. Man winkt sich freundlich zu und wünscht sich AHOI
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Kanadier werden kniend, aber auch sitzend oder in Zwischenformen gefahren. Sie werden mit dem Stechpaddel einseitig bewegt, d.h. der Kanadierfahrer paddelt immer rechts oder immer links. Durch geeignete kunstvolle Paddeltechnik fährt das Boot trotzdem geradeaus. Der klassische Kanadier ist ein Zweier, wobei der vorne sitzende z.B. links, der hinten sitzende dann rechts paddelt. Der hinten sitzende ist der Steuermann. Natürlich werden zwischendurch die Seiten und gegebenenfalls die Positionen gewechselt, damit man nicht nur rechts den Bizeps stärkt und nicht immer nur einer bestimmt, wo es hingeht.
größer. Der VKB besitzt z.B. einen 8-er und einen 10-er Kanadier. Bekannt sind die Großboote durch sog. Drachenbootrennen, ein beliebtes Happening unter Kanadierfahrern, wo man sich im entsprechend dekorierten und manchmal beleuchteten Riesenboot mit jeweils bis zu 20 Paddlern ein nicht ganz ernstzunehmendes Rennen liefert, wobei das gemeinsame Feiern des Siegers (meistens mit Fassbier) den eigentlichen Höhepunkt darstellt.
KORREKTUR 2: Was oben über das Rudern gesagt wurde, stimmt zwar generell, aber natürlich gibt es eine Ausnahme, besonders in den USA. Da gibt es ein paar Spinner, die mit dem Ruderboot aufs Wildwasser gehen, dort vorwärts fahren und damit einen Riesenspaß haben. Siehe Foto (Hinweis an Rheinruderer: tut das mit Euren Booten besser nicht!)